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Trier 07.-09.11.03

Links und Hinweise zu der Sektion
"Alte Geschichte und die Neuen Medien"
im Rahmen der Weiterbildungsveranstaltung "Alte Geschichte und ihre Vermittlung",
Trier, 7. bis 9. November 2003

Die Vorträge der von Eckhard Wirbelauer (Freiburg) geleiteten Sektion wurden am Freitag, 07.11.03, im Landesmuseum Trier gehalten. Zur Vertiefung wurden am darauffolgenden Samstag praktische Übungen in der Universität Trier angeboten. Um dem ein oder anderen Hinweis noch einmal nachgehen zu können, folgt hier eine Auswahl der wichtigsten Links zu den in der Sektion angesprochenen Themen.

Damit soll natürlich nicht den umfangreichen Linksammlungen von Ulrich Schmitzer, KIRKE, und den Seiten von Markus Sehlmeyer, EDV-Einsatz in der Alten Geschichte, Konkurrenz gemacht werden. Auf diese beiden wohl wichtigsten Portale für Althistoriker im deutschsprachigen Raum wies selbstverständlich auch Christoph Schäfer (Hamburg), übrigens Vorsitzender der "anderen AGE", der Arbeitsgemeinschaft Geschichte und EDV e.V., in seiner allgemeinen Einführung hin.

Bernhard Meyer (Laichingen) berichtete über seine Erfahrungen als Teletutor in Baden-Württemberg. Den Sektionsbeitrag "Neue Medien in der Schule" hat er dankenswerterweise auf seiner eigenen Homepage zur Verfügung gestellt. Ergänzend sei auf die ebenfalls dort befindliche kommentierte Linkliste hingewiesen.

Wolfgang Spickermann (Osnabrück) stellte über das in der Ankündigung genannte heimatkundlich-schulrelevante Projekt Kalkriese - Die Örtlichkeit der Varusschlacht hinaus auch das, gemessen an der rasanten Entwicklung des World Wide Web, alte Onlineprojekt Römische Inschriften in Germanien vor.

Kurzfristig und aus gegebenem Anlaß war ein Beitrag von Danny Schlumpf (Zürich) in das Programm der Sektion aufgenommen worden. Er konnte die wenige Tage zuvor fertiggestellte CD-ROM "Geschichte der Antike. Ein multimedialer Grundkurs" vorstellen, die aus dem Antiquit@s-Projekt des Swiss Virtual Campus heraus entstanden ist. Der Kurs ist konzipiert als multimediale Ergänzung zu der Einführung von:

    Hans-Joachim Gehrke/ Helmuth Schneider (Hgg.): Geschichte der Antike. Ein Studienbuch, Stuttgart/ Weimar: J.B. Metzler, 2000.

Der Kurs ist auch online verfügbar, und zwar sowohl in einer früheren PHP-Version als auch (bei Vorhandensein des entsprechenden Plugins) in der mit Shockwave programmierten vollständigen Fassung der CD-ROM. Ein Blick auf die Seite lohnt sich, denn der "multimediale Grundkurs" enthält sich weitgehend der Animationen (Spielereien?), die bei der Präsentation in Trier etwas zu sehr in den Mittelpunkt geraten waren. Stattdessen bietet das Medium eine sinnvolle Begleitung beim Selbststudium mit optisch ansprechenden Zeittafeln und Fragen zum Text, die in der Schweiz zwischenprüfungsrelevant sind, in jedem Fall aber hilfreich bei der Kontrolle des erreichten Wissensstandes.

Am Samstag stellte Doris Meyer (Strasbourg) die weitgehend unbekannte Bibliographie "Bulletin Analytique d'Histoire Romaine" vor. Hier ist ein ausgezeichnetes Instrument für die Recherche zu römischen Themen gegeben, das aktueller und feiner verschlagwortet ist als die Année Philologique und darüber hinaus kostenlos im Internet angeboten wird. Einziger Wermutstropfen für Benutzer der Webfassung sind die ständig wechselnden URLs. Es liegen mehrere Versionen auf den Servern des Instituts: Zum aktuellen Datenbestand führt laut Doris Meyer derzeit die Seite http://misha1.u-strasbg.fr:9090/doris/jsp/indexA.jsp (März 2005). Die häufig verlinkte Adresse http://argentoratum.u-strasbg.fr/basesweb/BAHR/html/MENU.htm verweist auf veraltete Daten!

Vielleicht ein Fingerzeig darauf, daß die "Neuen Medien" nicht gänzlich frei von Fehlern sind, und seien es solche rein technischer Natur. Deshalb abschließend noch der Hinweis (von Christoph Schäfer) auf ein gedrucktes Buch. Der mittlerweile sechste Band der wichtigen Reihe "Computer und Antike" ist soeben erschienen:

    Matthias Müller: Alte Geschichte Online. Probleme und Perspektiven althistorischen Wissenstransfers im Internet, St. Katharinen: Scripta Mercaturae, 2003.

Es handelt sich nicht um eine Linksammlung, sondern der Verfasser problematisiert Fragen der Wissenschaftlichkeit und des Vertrauens in die altertumswissenschaftlichen Inhalten, die mittlerweile in recht großem Umfang im Internet angeboten werden.

Andreas Felmy